TRIZ: Erfinden lernen, Neues denken –
Einführung und Einordnung

TRIZ, gesprochen wie „Tries“, ist das russische Akronym von „Teoriya Resheniya Izobretatel‘skikh Zadatch“ (теория решения изобретательских задач). Übersetzen lässt sich das mit „Theorie zur Lösung erfinderischer Aufgaben“ oder „Theorie des erfinderischen Problemlösens“. Im Englischen ist sie auch als „Theory of Inventive Problem Solving“ (TIPS) bekannt.

Was an der TRIZ-Methode so einzigartig ist

„Mit Hilfe von TRIZ das Erfinden, erfinderisches Denken in kreativen Innovationsprozessen, systematisch erlernen und anwenden.“

TRIZ wurde primär aus der Entwicklungspraxis für die Entwicklungspraxis abgeleitet und nicht aus psychologischen Herleitungen.

Diese Hands-on-Theorie fasst empirisch gewonnene Erkenntnisse aus Analysen zigtausender Patente und Technik-Entwicklungen zusammen. Das Faszinierende daran: Die Mehrzahl erfolgreicher Erfindungsprozesse und bahnbrechender Problemlösungen folgt intuitiv immer wieder gleichen Mustern, Prinzipien und Gesetzen. Und diese gelten für technische wie unternehmerische Fragen gleichermaßen.

Wer demnach diese Essenzen kennt und gesetzmäßig anwendet, kommt ohne Umwege ans Ziel:

  • zu vielversprechenden Lösungsoptionen,
  • tragfähigen Ergebnissen und sogar
  • verlässlichen Entwicklungsstrategien.

TRIZ liefert die Mittel dazu.

Sie ist Methoden-Sammlung, Werkzeug- und Baukasten, Wissensquelle und Denk-Leitfaden zugleich.

TRIZ Prinzip Grafik

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann lassen Sie uns wissen, wobei wir Sie mit TRIZ begleiten können.

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Immer wenn Sie sagen „Wir brauchen neue Ideen, jetzt!“, können Sie natürlich auf Einfälle warten, alle bekannten Kreativitätstechniken oder Inspirationsquellen bemühen – und dennoch leer ausgehen.

TRIZ hilft insbesondere dann, wenn all Ihre Marktkenntnisse, Ihr Knowhow und geballtes technisches Erfahrungswissen aktuell schlicht keine zufriedenstellenden Antworten finden:

  • auf scheinbar paradoxe (Kunden-)Anforderungen,
  • Zielkonflikte,
  • Zwickmühlen und
  • technisch ad hoc nicht lösbare Widersprüche.

Besser TRIZ

Nach der TRIZ-Methode denken heißt, intrinsische innovative Potenziale zu aktivieren und dabei Grundprinzipien erfolgreichen Erfindens zu folgen – einfach gesagt: eine bewährte Abkürzung zur schöpferischen Lösung eines Problems zu nehmen. Sei es eine Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen oder Strategien, technischer oder unternehmerischer Art.

Noch so eine Kreativitätstechnik? Im Gegenteil, TRIZ ist weit mehr. Sie nutzt andere (wie Design Thinking) und eigene Innovationstechniken, um Sie mittels Wegweisern auf kürzester Strecke zu Ihrem besten Ergebnis zu leiten.

TRIZ ergänzt auch Optimierungs- und Qualitätsmanagement-Systeme wie 6Sigma, DFSS oder 8D ideal.

Das Arbeiten mit TRIZ

  • setzt kreative Energien frei und
  • ungenutzte Hirnhebel in Bewegung,
  • schafft Wissensvorsprung,
  • eine große Anzahl solider Lösungsoptionen und
  • spart dabei Ressourcen.

Zudem gibt es die Sicherheit, mit bewährten Mitteln neue Wege zu gehen, statt im ungewissen Nebel mitten in Niemandsland zu stochern.





Und ja, TRIZ macht Spaßuns schon seit vielen Jahren.

Stöbern Sie in den Referenzen der TRIZ Akademie, unserem Fundus erfolgreicher TRIZ-Anwendungen.

blankUrheber und erster Trainer der klassischen TRIZ aus den 1940er bis 1960er Jahren ist Genrich S. Altshuller – selbst Erfinder, Ingenieur, Schriftsteller und: Patent-Offizier. Die ursprüngliche, „klassische“ Theorie unterliegt keinen Einschränkungen eines Urheberrechts und wird stetig weiterentwickelt. Dies schon seit Beginn, überwiegend heimlich unter Repressalien der UdSSR, später in den U.S.A. und international in verschiedenen Zusammenschlüssen.

MATRIZ ist die 1997 noch durch Altshuller gegründete International TRIZ Association. Sie bildet TRIZ-Anwender und ‑Trainer nach standardisierten Levels 1 bis 5 aus und zertifiziert diese. In unserer TRIZ Akademie schulen wir Level 1 und Level 2, Näheres unter Training.

Auch das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat die Methodik zwischenzeitlich anerkannt und führt hierzu Lehrveranstaltungen durch.


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Altshuller fiel seinerzeit früh auf, dass erfinderische Menschen angesichts innovativer Fragestellungen immer wieder auf die gleichen Widersprüche stoßen. Sie folgen auch den gleichen Lösungsstrategien – und das branchenübergreifend.

Außerdem kristallisierten sich in seinen Analysen objektiv beschreibbare Muster und Gesetzmäßigkeiten heraus, nach denen sich Produkte, technische und andere menschengeschaffene Systeme typischerweise weiterentwickeln. Ihre Evolution und ihr Lebenszyklus lassen sich tatsächlich vorhersehen und bewusst planen.

Und die dritte Grunderkenntnis ist: Innovation erfordert immer die Überwindung von Widersprüchen. Erst vermeintliche „Unmöglichkeiten“ zu lösen, bringt echte Neuerungen hervor. Oft sind Wege dorthin verstellt durch Denkblockaden, vorgebahnte Wege und Konventionen. Nicht zuletzt deshalb kommen entscheidende Neueinführungen häufig von extern, aus unvorbelasteter Perspektive heraus. Das kommt Ihnen bekannt vor?

Es existieren also nach TRIZ drei grundlegende „Gesetze der Invention“:

  1. Nahezu alle Problemstellungen und Lösungsstrategien lassen sich auf wenige Prinzipien reduzieren.
  2. Systementwicklungen folgen wiederkehrenden, vorausschauend nutzbaren Mustern.
  3. Es gibt keine Durchbruchserfindung ohne das Überwinden scheinbar unlösbarer Widersprüche.



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Auf dieser Basis entwickelte Altshuller den „Body of Knowledge“ aus TRIZ-Werkzeugen und Anleitungen zum gerichteten inventiven Denken:

  • Tools zum methodischen Bearbeiten strategischer Aufgabenstellungen (Produktkonzeption, Geschäftsmodelle & Co)
  • Werkzeuge zur Produkt- oder Prozess-Optimierung und ‑Weiterentwicklung, ebenfalls unterstützt durch methodische Hilfsmittel.
  • zusätzliche universelle Lösungswerkzeuge

Das Portfolio schöpft aus insgesamt 10 Entwicklungstrends Technischer Systeme, 40 Innovationsprinzipien und 76 Standardlösungen.



Problemanalyse: Zunächst gilt es, das Ziel und den Kern des Problems, die Schlüsselfrage zu analysieren.

Problemmodelle: Wesentliches TRIZ-Merkmal ist die anschließende Definition und Abstraktion der Fragestellung auf allgemeinerer Ebene. Dazu dienen bewährte TRIZ-Problemmodelle.

Lösungsmodelle: Direkt von dort aus kommen dann mehrere Lösungsmodelle in Betracht. Die bekannte Widerspruchsmatrix zusammen mit den Innovationsprinzipien ist dabei eines unter mehreren möglichen. Aus den Lösungsmodellen dann konkrete Ideen für die eigene Durchbruchslösung zu entwickeln: Dies ist die eigentliche kreative Leistung. TRIZ bietet eine Palette von Leitplanken für lösungsorientiertes Denken, das Sie zu Ihrem individuellen Ziel führt.

Lösungskonzepte ermöglichen schließlich, das Ergebnis zu evaluieren, mehrere Ideen parallel zu verfolgen oder sich für die passendste Lösung zu entscheiden.

TRIZ kann in jeder Phase eines Innovationsprozesses ansetzen. In jedem Schritt hilft TRIZ, auch Sekundärprobleme zu lösen:

  • von der Vorentwicklung über
  • Ideen-Clustering bis zur
  • Umsetzung in der Produktion.

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