Süße Überraschung – Böse Überraschung?!

Ab 2021 sind viele Einmal-Plastikprodukte in der EU verboten, darunter Strohhalme, Einweg-Geschirr und Wattestäbchen. Der Ton für die Zukunft ist gesetzt, Firmen müssen sich nach Alternativen für umweltschädliche Produkte oder Produktbestandteile umschauen. Gerade die Verpackung von Süßigkeiten ist dabei ein problematischer Fall: Die Snacks, die man schnell mal an der Kasse mitnimmt, um dem Nachwuchs eine Freude zu machen, sollen schließlich hygienisch verpackt sein, dabei ansprechend und einladend aussehen und natürlich zum Kauf animieren.

Quelle: https://bit.ly/3816pC6

Diese widerspruchsbeladene Situation nehmen wir zum Anlass, um einen systematischen Innovationsprozess und der Symbiose von DesignThinking und TRIZ exemplarisch durchzuspielen. Schon im letzten Jahr hat der „European TRIZ Remote Workshop“ das Überraschungsei und die Frage der Nachhaltigkeit des gelben Plastik-Containers thematisiert, und es wurden viele interessante Ansätze und Lösungsmöglichkeiten mit diversen TRIZ-Tools erarbeitet.

Wir nehmen uns am 5. Mai 2020 beim Up to Speed Workshop zum zweiten deutschen TRIZ BarCamp das Überraschungsei als Ganzes vor. Um zu verstehen, worum es eigentlich geht, nutzen wir z.B. die Stakeholder Analyse, Customer Journey, Funktionsanalyse und das 9-Felder Modell. Zusammen mit dem Idealitätskonzept und konkreten Kundenbeobachtungen kristallisieren wir die relevanten Aufgaben, Widersprüche, Anforderungen und ggf. verborgene Hauptwertparameter heraus.

Mit klar definierten, konkreten Problemsituationen und beschriebenen Points of View fällt es uns leicht, den Blick auf das Wesentliche zu richten und über Problemmodelle schnell zu belegt wirkungsvollen Lösungsmodellen zu kommen. In der Phase der Ideenfindung lassen wir uns durch Innovationsprinzipien, Standardlösungen und Zwergemodelle immer wieder zu treffsicheren Ideen bringen, die wir zu konkreten Lösungskonzepten verheiraten.

Im Sinne einer agilen Arbeitsweise erproben wir die Konzepte dann mit Prototypen und speisen immer wieder Feedback in den Problemlösungs- und Ideenfindungsprozess ein, bis markttaugliche, überraschende Lösungen für die Umsetzung in den Startlöchern stehen.

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